Eheberatung - Die gemeinsame Arbeit am Einzelnen

Die Eheberatung ist eine Form der Psychotherapie, die sich mit Be- und Verarbeitung akuter und chronischer Beziehungsstörungen beschäftigt. Eheleute, genau wie nicht verheiratete Paare nehmen diese Psychotherapierende Leistung in Anspruch, um die eigene "kranke Beziehung/Partnerschaft" zu heilen. Nach erster Kennen-lern-Sitzung des Paares und der/ des Psychotherapeuten, sollen in den folgenden Sitzungen festgefahrene Muster bspw. der Kommunikation und des Umgangs miteinander gebrochen werden und durch einen konstruktiven Dialog eine engere Bindung zwischen Partnern entstehen. Schuldzuweisungen und Vorwürfe werden beiseite geschoben und die Bewältigung gemeinsamer Konflikte in den Vordergrund gestellt. Oftmals klärt sich auch nach einigen Sitzungen in einer Eheberatung oder Paarberatung die Frage nach dem Weiterbestehen einer Partnerschaft.

Durch Methoden, wie Kommunikationstraining, Imagination, Körperübungen und die "Arbeit mit dem inneren Kindanteil", sollen die Therapieinhalte der Eheberatung unterstützt werden. Ein neues Verhalten oder das Zuhören erlernen, sowie der Umgang mit Kritik, aber auch die Formulierung eigener Bedürfnisse komplettieren die paarindividuellen Therapieschwerpunkte. In Einzel- sowie Paarsitzungen der Eheberatung kristallisieren sich oft wiederholende Probleme heraus. Klassische Fälle, wie häufiges Streiten, Entscheidungs-, Sexual- und Altersprobleme treten heutzutage genauso auf, wie die "neuen" Paarprobleme bspw. der Patchwork-Familien oder die Belastung durch die Sucht eines Partners. Viele Paare ersuchen oft aber auch nur einen Rat.